Der Sperling hüpft im tiefsten Schnee
L. Grünberger
Der Sperling hüpft im tiefsten Schnee
und wühlt die Saat ans Licht:
„O Liebchen, komm, erheitre dich,
sieh doch so traurig nicht!“
Der Sperling hüpft und wühlt und scherzt,
bis aller Schnee zerfließt:
„Ich lass' dich, Mädchen, wahrlich nicht,
eh' du nicht heiter siehst!“
„Ich bin der munt're Sperling nur,
der lockere Kumpan,
doch kann ich wahrlich treuer sein
als And're, die dich sah'n!
Sie ließen dich im Schmerz allein
und suchen weit ihr Glück;
nur ich, der munt're Sperling nur,
ich blieb allein zurück.“