Einst vor tausend Jahren

L. Hundertmark

Unruhvoll und reiselüstern

Aus zerstücktem Traum erwacht

Hör ich seine Weise flüstern

Meinen Bambus in der Nacht.

Statt zu ruhen, statt zu liegen

Reißt michs aus den alten Gleisen,

Weg zu stürzen, weg zu fliegen,

Ins Unendliche zu reisen.

Einst vor tausend Jahren gab es

Eine Heimat, einen Garten,

Wo im Beet des Vogelgrabes

Aus dem Schnee die Krokus starrten.

Vogelschwingen möcht ich breiten

Aus dem Bann, der mich umgrenzt,

Dort hinüber, zu den Zeiten,

Deren Gold mir heut noch glänzt.