Nun sollt ihr mich nicht unterkriegen
L. Lenz
Nun sollt ihr mich nicht unterkriegen,
Ich schweb' empor.
Ich hätt' euch können unterliegen
Noch kurz zuvor,
Als trübe gleich dem Himmelsbogen
Von winterlichem Wolkenflor
War mein Gemüth umzogen.
Nun aber ist der Himmel heiter,
Und ich ihm gleich;
Ich fühle mich des Lichtes Streiter
Im Frühlingsreich.
Weg! Sorgen, Zweifel, Furcht und Zagen,
Ich bin so stark, mit einem Streich
Danieder euch zu schlagen.
Und wollen mich die Menschlein härmen,
So thun sie's nur!
Ich flucht' aus Gassenfliegenschwärmen
Zu meiner Flur;
Da kann ich, was mich kränkt, verschmerzen
An meiner Mutter, der Natur,
Nicht mehr gefrornem Herzen.