O gönne mir den Frühlingstraum
L. Liebe
Das Herbstlaub fällt zur Erde nieder,
schon wir es düster, rau und kalt.
Das Herbstlaub fällt, es mahnt uns wieder,
die Zeit entflieht, wir werden alt.
Noch einmal möchte es fern umsäumen
die Liebe meines Herzensraum,
An deinem Herzen lass mich träumen,
O gönne mir den Frühlingstraum.
Das Herbstlaub fällt zur Erde nieder
und bleicher wird der Sonne Schein.
Die Vöglein singen Abschiedslieder,
verödet stehen Flur und Hein -
[Da rauscht es in des Waldes Räumen,
ein Flüstern geht von Baum zu Baum]
An deinem Herzen lass mich träumen
O, gönne mir den Frühlingstraum.