Die Nachtigall hat mich vom Schlaf erwacht

L. Schlegel

Die Nachtigal

hat mich vom Schlaf erweckt

Mit ihrem süßen Gesange,

Wie hat ihr Schlag mich tief erschreckt,

Wie pocht mir das Herz so bange!

Wohl hat der Mai in dieser Nacht

Geschüttelt die goldenen Schwingen,

Und alle Blumen sind erwacht,

Und alle Quellen springen.

Allein das Weh, das mich erfaßt

Weicht nimmermehr von hinnen,

Ach! daß du mich vergessen hast,

Das bringt mich noch von Sinnen.