Melancholie
L. von Drieberg
Ein kalter Wind durchweht die Nacht,
Viel' düstre Wolken ziehn,
Sie ziehn in stiller Trauerpracht
Am weiten Himmel hin.
Ein Fleckchen dort ist frei allein
Und schimmert freundlich mild,
Da zeigt der Erde silberrein
Ein Stern sein schönes Bild.
Die Wolken spiegeln sich so treu,
So trüb in meiner Brust,
Warum doch fehlest du dabei
Du Stern mit deiner Lust?