Frühling

C. Loewe

Der Frühling begrüsset die junge Natur,

Ein wogendes Blumenmeer decket die Flur,

Und Nachtigallchöre besingen die Bäume

Die Bäume mit liebliche Klingen.

Die Blümchen des Maises bespiegeln sich

Im traulich, melodisch sie lockenden Quell,

Und froh zu der himmlischen Sphäre

Erhebt sich der Halm und die Ähre.

Der Schmetterling zeiget im Bilde dem Geist,

Dass dieser einst siegend die Hülle durchreisst,

Wenn we sich aus düsterem Dunkel

Aufschwinget mit Glanzesgefunkel.

Glühwürmchen durchschweben im flimmenden Tanz

Die Lüfte mit goldenem leuchtendem Glanz,

Sie wiegen sich selig und irren und schwanken

Wie ahnend verschwimmende Traumesgedanken.