Dein allererstes Wort

M. Dörnberg

Dein allererstes Wort war: Licht:

da ward die Zeit. Dann schwiegst du lange.

Dein zweites Wort ward Mensch und bange

(wir dunkeln noch in seinem Klange),

und wieder sinnt dein Angesicht.

Ich aber will dein drittes nicht.

Ich bete nachts oft: Sei der Stumme,

der wachsend in Gebärden bleibt

und den der Geist im Traume treibt,

daß er des Schweigens schwere Summe

in Stirnen und Gebirge schreibt.

Sei du die Zuflucht vor dem Zorne,

der das Unsagbare verstieß.

Es wurde Nacht im Paradies:

sei du der Hüter mit dem Horne,

und man erzählt nur, daß er blies.