Ave Maria

M. Plüddemann

Wann der Tag sich neiget, wann dunkelt die Nacht,

Das Geißblatt duftet, Viole erwacht,

Dann betet die Hirtin in Herzens Grund,

Dann tönet der Glocke feiernder Mund:

Ave Maria.

Wann dunkelt die Nacht, und der Glocke Geläut

Den Gottesfrieden auf Erden gebeut,

Dann senket sich Schwert in die Scheide gewandt,

Dann kreuzt auf dem Harnisch sich eiserne Hand.

Ave Maria.

Draus die Heilgen entflohn, da nieden im Land,

Da wirst du die heilige Kirche genannt,

Doch hüben und drüben die göttliche Braut,

Wir preisen dich alle mit einigem Laut:

Ave Maria.