Heimweh

M. Reger

Unser Schifflein treibt umher

auf des Lebens weitem Meer,

treibt nach einem fernen Strande;

seine Segel schwellen auf,

und es lenket seinen Lauf

Sehnsucht nach dem Vaterlande.

Ach, daheim, daheim, wie gern

wären wir bei unserm Herrn,

wo die Liebe nicht erkaltet,

wo der Friede ewig währt

und die Freude sich verklärt

und die Jugend nimmer altet.

Heisser flammt die Sehnsucht auf,

schneller geht des Schiffleins Lauf,

Well' um Welle fliegt vorüber.

Aus den Fluten steight ein Stern;

dorthin liegt das Reich des Herrn!

Ach, hinüber, nur hinüber!