Säerspruch

M. Schweikert

Wer sät, muß schon die Ernte sehn,

Muß mitten schon in Garben gehn!

Dann fällt kein Säekorn vorbei,

Daß es am Weg verloren sei.

Ein jedes kommt zu seinem Ort

Und treibt allda sein Wesen fort.

Ein jedes weiß, aus wessen Hand

Es hier sein neues Leben fand.

Daß es, weil es auch so gestreut

Sich kräftereich zur Ernte neut.

Ein jedes zwanzigfacht der Schwung,

Die Erde faßt es, stark und jung,

Und bildets, wie's der Säer sät,

Der wie in goldnen Garben geht!