Ein Traum
M. von Kralik
Du bist der Traum, der mit Lachen begann.
Du bist der Traum, der in Tränen zerrann,
Der froher Wirklichkeit einst entstieg;
Und doch der Traum nur blieb.
Es ist ein Etwas in meinen Tagen,
Das lässt mich nicht singen, lässt mich nicht klagen,
Es ist wie ein lindes, ganz leises Weh'n,
Es ist wie ein schwellendes Weitergeh'n,
Wie ein nicht erwachtes, noch schlummerndes Glück-
Es bleibt nur ein zitterndes Lächeln zurück.
Denn du bist der Traum, der mit Frohsinn begann,
Der Traum der in lautlose Tränen zerran!