Wirthin und Betyár
M. White
Es war die Wirthin dem Betjáren hold,
Doch dieser hat die Wirthin nicht gewollt.
Der Wirthin Pflegekind, 'ne junge Maid,
War des Betjáren einz'ge Seligkeit.
Die Wirthin baß darüber Neid empfand,
Und Neid erfüllt stieß sie mit rauer Hand
In Gottes Welt hinaus das arme Kind --
Im Winter war's, und eisig blies der Wind.
Die Maid ging wenig Schritte vor das Thor,
Da hockte sie sich nieder und -- erfror.
Als dies zu Ohren dem Betjáren kam,
Die Wirthin ein entsetzlich Ende nahm.
Darob verfiel dem Henker der Betjár;
Ihm that's nicht leid, er freute sich sogar;
Weil er, seitdem sein Mädchen lag im Grab,
Nicht eine Pfeif' Tabak für's Leben gab.