Hiltbold's Burg
M. Zenger
Im Gestein, dem wettergrauen
Eingewiegt in Waldesnacht,
An zwei Seeen, spiegelblauen,
Steht ein Schloß auf hoher Wacht.
Aus der Walchen fernen Tagen
Trägt noch manchen Stein der Bau.
König Dietrich's Gothen lagen
Pfadesuchend hier im Gau.
Welfentrutz saß dort im Horste,
Und auf urwalddunkler Spur
Zog im finstren Tannenforste
Elch und Eber, Bär und Ur.
Doch die Wildniß ist zergangen,
Und soweit von Baierland
Berge hin nach Schwaben hangen,
Steht kein schön'res Schloß im Land.
Und wer frägt um Burg und Zinne,
Nach dem Herrn von Wald und Au,
Der wird deines Namens inne:
Hiltebolt von Swanegaw!