Da lieg' ich unter den Bäumen

Mendelssohn, Felix

Da lieg' ich unter den Bäumen, trüb' ist mein Herz mir und schwer,

O sage, sag' mir getreulich, mein Herz, was drückt dich so sehr?

Der Himmel ist düster umzogen, die Winde so schaurig weh'n,

Das bringt mir düstre Gedanken, drum muß in Trauer ich geh'n.

Du hast die Freude verlassen, es schweift in die Ferne dein Blick,

O komm zurück zu den Frohen, o kehr' den Deinen zurück!

Es hat mich die Freude verlassen, wo alles erstirbt in dem Hain,

Schon sinkt die herbstliche Sonne, bald bricht das Dunkel herein.

Laß schwinden die Tage der Wonne, laß fallen die Blätter herab!

Sie kehren ja alle dir wieder, verjüngt aus dunkelem Grab,

Wohl klärt sich der Himmel, die Sonne ersteht, es verjüngt sich der Hain,

Mein Hoffen schwand und ersteht nicht, das mag meine Trauer wohl sein.