Was will die einsame Träne?

Felix Mendelssohn

Was will die einsame Thräne?

Sie trübt mir ja den Blick.

Sie blieb aus alten Zeiten

In meinem Auge zurück.

Sie hatte

viel' leuchtende Schwestern,

Die alle zerflossen sind,

Mit meinen Qualen und Freuden,

Zerflossen in Nacht und Wind.

Wie Nebel sind auch zerflossen

Die blauen Sternelein,

Die mir jene

Freuden und Qualen

Gelächelt ins Herz hinein.

Ach, meine Liebe selber

Zerfloß wie eitel Hauch!

Du alte, einsame Thräne,

Zerfließe jetzunder auch!