Nachts, wenn das Pendel der Liebe schwingt

N. Schapfl

Nachts, wenn das Pendel der Liebe schwingt

zwischen Immer und Nie,

stösst dein Wort zu den Monden des Herzens

und dein gewitterhaft blaues

Aug reicht der Erde den Himmel.

Aus fernem, aus traumgeschwärztem

Hain weht uns an das Verhauchte,

und das Versäumte geht um, groß wie die Schemen der Zukunft.

Was sich nun senkt und hebt,

gilt dem zuinnerst Vergrabnen:

blind wie der Blick, den wir tauschen,

küsst es die Zeit auf den Mund.