Frühlingslied an Arlicona

O. Claudius

Du fühlst die Wonne nicht,

Welche der Frühling bringet,

Wenn mir im Dämmerlicht

Wieder die Nachtigall singet.

Da ahnst die Klage nie,

Die mir im Herzen wohnet;

Das stille Sehnen nie,

Was mich mit Schmerzen lohnet.

Kennst nie die heiße Glut,

Nie das geheime Verlangen;

Siehst meiner Thränen Fluth

Nie an den Wimpern hangen.

O liebe, liebe mich,

Wunderlich liebliches Wesen!

Ich kann ja nur durch Dich,

Einzig durch dich genesen.