Unschuld

O. Gerster

Gieb, schönes Kind, mir deine Hand

Und sieh mich an,

Den Reisenden aus Wehmutland

Und ärmsten Mann.

Schlag deine Augen nieder nicht;

Sie sind so hold;

Noch nicht voll Glut, doch voller Licht

Und Unschuldsgold.

Das hat so innig milden Schein,

Oh süßes Kind,

Dass alle Kümmernisse mein

Verflogen sind.