Die Estrade
O. Vrieslander
Auf den Marmorstufen der Estrade,
flüchtig raschelnd, wie mit seidnem Kleide,
tanzt der Staub in bläulich weißem Schimmer,
wirbelnd in den Kanten jeder Stiege.
Denn die Mondesgöttin wandelt leise,
leichten Schrittes die gewohnten Wege
auf den Marmorstufen der Estrade,
flüchtig raschelnd, wie mit seidnem Kleide.
In den Staub vor seine bleiche Fürstin
wirft Pierrot sich, im Gebet ersterbend.
Und da liegt der große, weiße Körper,
aufgerankt und in die Höh' gebreitet
auf den Marmorstufen der Estrade.