Die schöne Nuna

P. Frankenburger

Wenn erst die Sonne hinterm Berg verschwand,

In rabenschwarzer Nacht komm ich heraus,

Und du wirst nahen wie die Morgenröte,

Mit Lächeln und mit strahlendem Gesicht.

Und [deine Arme, die so schimmernd weiss

Wie Taku-Rinde glänzen,] wirst du zärtlich

Auf meinen Busen legen, der dem Schnee

An Zartheit gleicht. Und eng verschlungen werden

Wir liegen und uns kosen und die Arme

Als Kissen unters Haupt uns betten, während

Die Schenkel nahe beieinander ruhn.

Sprich mir von Liebessehnsucht nicht zu sehr,

Du grosser Gott der achtmaltausend Speere!

Wenn erst die Sonne hinterm Berg verschwand,

Komm ich heraus.