Dein Antlitz

P. Frankenburger

Dein Antlitz war mit Träumen ganz beladen.

Ich schwieg und sah dich an mit stummen Beben

Wie stieg das auf! daß ich mich einmal schon

In frühern Nächten völlig hingegeben

Dem Mond und dem zuviel geliebten Tal

Wo auf den leeren Hängen auseinander

Die magern Bäume standen und dazwischen

Die niedren kleinen Nebelwolken gingen

Und durch die Stille hin die immer frischen

Und immer fremden siberweißen Wasser

Der Fluß hinrauschen ließ – wie stieg das auf!

Wie stieg das auf! denn allen diesen Dingen

Und ihrer Schönheit – die unfruchtbar war –

Hingab ich mich in großer Sehnsucht ganz

Wie jetzt für das Anschaun von deinem Haar

Und zwischen deinen Lidern diesen Glanz!