So reitet man in den Abend hinein
P. Klenau
So reitet man in den Abend hinein,
in irgend einen Abend. Man schweigt wieder,
aber man hat die lichten Worte mit.
Da hebt der Marquis den Helm ab.
Seine dunklen Haare sind weich und,
wie er das Haupt senkt,
dehnen sie sich frauenhaft auf seinem Nacken.
Jetzt erkennt auch der von Langenau:
Fern ragt etwas in den Glanz hinein,
etwas Schlankes, Dunkles.
Eine einsame Säule, halbverfallen.
Und wie sie lange vorüber sind, später,
fällt ihm ein, daß das eine Madonna war.