Notturno

R. Fürstenthal

Vom süssen Spiel gesättigt,

ruhn die Liebenden.

Noch steht der Mond im offnen Fenster.

Vom Gebirg weht Kühle,

und drunten, wo der Lindenweg zum Fluss hinabgeleitet,

lebt wie Göttergruss ein Raunen auf;

einmal und noch einmal,

eh der Mond versinkt.

Nun hört - o stille Schattenwelt -

die Liebende im heilgen Schlaf,

am Herzen des Freundes liegend,

Saitenspiel und regt sich zart dem Schweigen zu,

das einen Sommer gönnt wie

den,

und lächelt...