Es schien ein Stern in meine dunkle Nacht

R. Gompertz

Es schien ein Stern in meine dunkle Nacht

Und sieh: ein Heer von Sternen war erwacht;

Ein Frühlingsleben und ein Wonnesprühn

Erwachte mild bei dieses Sternes Glühn.

Des Lebens Wolken zogen schwer einher,

Der eine Stern -- er scheinet nimmermehr,

Und einsam träumend von geliebter Pracht,

Steh' ich ein Wandrer in der dunklen Nacht.

O holdes Licht -- geliebtes Angesicht,

Mein Sehnen, Träumen läßt dich ewig nicht,

Durch Schicksalswolken fleh' ich auf zu dir:

O holdes Licht! warum erschienst du mir?