Früh-Herbst

R. Jaggi

Sieh, des Herbstes Geisteshelle

klärt und adelt die Gelände;

Erdenbreiten, Himmelswände

kost dieselbe lautre Welle.

O du glückversunken Säumen,

eh' die Sommerfarben sterben!

O du letztes Liebeswerben

aus den unbegriffnen Räumen!

Daß mir so die Seele leuchte,

wann ich einst des Winters werde!

Und in meines Auges Feuchte

spiegelt sich der Schmelz der Erde.