Regenlied

R. Mengelberg

Wie nun des Regens Gerinn

rauschend die Stadt umsingt

fühl' ich ein Trauern, das in

meine schauernde Seele dringt.

Regen, o Regengesang,

dächer- und bodenwärts,

was bist du für lieber Gesang

für ein einsames Herz!

Dein Klingen und Klagen, es klopft

auch im Herzen, das heiss

sich in Tränen zertropft

und doch seine Trauer nicht weiss.

Wer, o wer sagt mir das,

warum sich mein Herz so betrübt,

dass es stumm, ohne Liebe und Hass

einem grundlosen Grame sich gibt?