Schneeflocken
R. Stöhr
Wie es draußen treibt und weht,
jagt den Schneeflaum her und hin;
wie es die Gestalten dreht,
ehe sie noch weiter zieh'n!
Ei, da kommen stolze Flocken,
flimmern in der Sonne Glanz;
wie sie Ein's das And're locken
zu dem lust'gen Wirbeltanz!
Doch bald lehnet, ganz umschattet,
sich die bleiche Tänzerschar
an das Fensterglas ermattet,
bis sie, ach, zerflossen war.
Lerne, Mensch, im Tanz der Flocken,
was das Glück auf Erden ist:
Schimmernd sucht es dich zu locken,
bis es dann in Nichts zerfließt.