Das ist der Tag in dem ich traurig throne

R. Werther

Das ist der Tag, in dem ich traurig throne,

das ist die Nacht, die mich ins Knieen warf;

da bet ich: dass ich einmal meine Krone

von meinem Haupte heben darf.

Lang muss ich ihrem dumpfen Drucke dienen,

darf ich zum Dank nicht einmal ihren blaun

Türkisen, ihren Rauten und Rubinen

erschauernd in die Augen schaun?

Vielleicht erstarb schon lang der Strahl der Steine,

es stahl sie mir vielleicht mein Gast, der Gram,

vielleicht auch waren in der Krone keine,

die ich bekam?...