Aus der Ferne
S. Harrap
Die Welt, aus der ich lange mich entwand,
Ruht kahl, von Glut entlaubt, in dunkler Hand.
Die Heimat, die ich heiß mit Liebe überhäufte,
Blieb immer mir nur ein Stiefmutterland –
Aus dem ich lebend in die Himmel reifte.
Es wachsen auch die Seelen der gefällten Bäume
Auf Erden schon in Gottes blaue Räume,
Um inniger von Seiner Herrlichkeit zu träumen.
Und auch der Mond und seine Lieblingssterne,
Spielen mit den bunten Muschelschäumen
Und hüten über Meere Gottes Geist so gerne.
So fern hab ich mir nie die Ewigkeit gedacht...
Es weinen über unsere Welt die Engel in der Nacht.
Sie läuterten mein Herz, die Fluren zu versüßen,
Und ließen euch in meinen Versen grüßen.