Mein Herz in steten Treuen

Schönberg, Arnold

Mein Herz in steten Treuen,

Voll Hoffnung auf sie was,

Da sie mein Freud tut neuen

Heut und je längr je baß.

Ihr Lieb hat mich umfangen,

Wohin ich mich auch kehrt;

Nach ihr steht mein Verlangen;

All Sorge wär vergangen,

Hätt sie mir Gunst gewährt.

So bin ich sehr verführet

Durch ihre klugen Wort,

Mein Herz ohn Zweifel spüret,

Daß sie die Wahrheit spart.

Zu mir ohn mein Verschulden,

Zwar ich es nie gedacht;

Es kommt von fremden Schulden,

Sollt ich Ungnade dulden,

Ich hätts in kleiner Acht.

Wie sie mir tat versprechen

Mit ihrem roten Mund,

Wollt sie ihr Lieb nit schwächen;

Das tat sie wieder kund.

Darnach steht mein Beginnen

Und auch mein steter Mut;

Ich hoff, mir solls gelingen,

Die Zeit wohl hinzubringen,

Bis sie mein'n Willen tut.