Reich mir die Hand, o Wolke

Schumann, Robert

_Wie oft in ihren Dichtungen beschäftigt sie sich visionsartig mit ihren Hingeschiedenen. Mit herzlicher Liebe hängt sie an dieser Welt, ihren Blumen, den leuchtenden Gestirnen, den edlen Menschen, die ihr auf ihrem kurzen Lebensweg begegneten. Aber es ahnt ihr, dass sie sie bald verlassen muss._

Reich mir die Hand, o Wolke,

Heb mich zu dir empor!

Dort stehen meine Brüder

Am offnen Himmelsthor.

Sie sind's, obgleich im Leben

Ich niemals sie geseh'n,

Ich seh' in ihrer Mitte

Ja unsern Vater steh'n!

Sie schau'n auf mich hernieder,

Sie winken mir zu sich.

O reich' die Hand mir, Wolke,

Schnell, schnell erhebe mich!