In der Campagna
Strauss, Richard
Ich grüsse die Sonne, die dort versinkt,
Ich grüsse des Meeres schweigende Fluten,
Das durstig die Gluten trinkt,
Die lautlos an seinem Herzen verbluten.
Ich grüsse die Ebene, wie liegt sie still,
Des Abends geheimnisvoll-dämmernde Weite,
Durch die ich – der ich nach Hause will –
Nun schneller und immer schneller schreite!
Wie ist die Brust von Glück geschwellt!
Mich umgaukelt die luftige Schar meiner Lieder,
Und ich grüsse die Welt, diese herrliche Welt!
Ich grüsse sie – morgen seh' ich sie wieder!