Unter dem Helme, unter dem Schild

T. Aulin

Unter dem Helme, unter dem Schild

Diene ich einer Frauen,

Stille im Herzen trag' ich ihr Bild,

Lasse es Niemanden schauen;

Aber sie weiß,

Daß ich mit Fleiß

Daran denke Tag und Nacht,

Nie sie spricht und wie sie lacht.

Rosenblumen brach ich mit ihr,

Wanden sie uns zum Kranze,

Trugen am Haupte die liebliche Zier

Unter der Linde beim Tanze.

Wie ich sie schwang,

Minnig umschlang,

Raunte sie mir rasch ins Ohr,

Daß sie heut ihr Herz verlor.

Schlüsselein drückte sie mir in die Hand

Heimelich unter der Linde,

Sagte mir Alles, wo in der Wand

Sicher das Pförtchen ich sinde.

Schlupf' ich hinein

Zu ihr allein,

Küß' ich sie an ihren Mund

Hunderttausend tausend Stund.