Kloa und gross

T. Podbertsky

I woass a Stünderl in der Nacht,

dees Stünderl is so kloa,

da sitz i bei der Lene drent

kunt ja nix liebers thoa.

I woass an andri grosse Stund,

die hat an schwaaren Gang,

die is's, die vor der kloana kimt,

die dauert grausam lang.

I kenn a gar kloas Ringerl fei,

wie g'fallt mir des so guat?

Es ka leicht sei, weil d'Lene halt

dees Ringerl tragen thuat.

I kenn an Ring, gar gross und schwaar,

der Ring, der g'fallt ma nit;

ihr Vater tragt ihn, und er schlagt

da Nägel ei damit.

I kenn a Gangerl kloa und eng,

dees durch an Garten geht,

geht aa zu ihrem Fenster hin,

so g'fallts oan, wer's versteht.

I kenn a broati grossi Strass',

die sell is nit die mei,

da fahrt mit gar an wilden G'sicht

ihr Bruader aus und ei.

O Lene, waar nur i und du

g'rad auf der Welt alloa,

na' waar nix z'gross für uns in Weg,

all's, wie mir's wollten, kloa,

na machet mir koa Bruader nit,

koa Ring von Vatern bang,

und alle Stunden waaren recht,

und wur mir koani z'lang.