Herbst

V. Merz

Nun kommen die letzten klaren Tage

Einer müderen Sonne.

Bunttaumelnde Pracht,

Blatt bei Blatt.

So heimisch raschelt

Der Fuß durchs Laub.

O du liebes, weitstilles Farbenlied!

Du zarte, umrißreine Wonne!

Komm!

Ein letztes Sonnenblickchen

Wärmt unser Heim.

Da wollen wir sitzen,

Still im Stillen,

Und in die müden Abendfarben sehn.

Da wollen wir beieinander sitzen

In Herbstmonddämmer hinein

Und leise

Verlorene Worte plaudern.