Der Schiffende
V. Righini
Sitze still, mein Schiffchen lenk' ich
Und es theilt die Silberfluth;
Sitze stumm, an Sie nur denk' ich,
Denn ich bin Ihr gar zu gut.
O, den Nachen kann ich schwenken,
Und der muß, wohin ich will;
Könnt' ich so Ihr Herz nur lenken,
Säß' ich nicht so traurig still.
Wellen strömen, Lüfte wehen.
Luft und Wellen, nur vorbei!
So mein Kommen, so mein Gehen:
Alles gilt Ihr einerlei.
Immer fort, dem Strom entgegen;
Starker Fluß, dich zwing' ich schon;
Wüßt ich Sie nur zu bewegen,
Nur zum kleinsten Minnelohn.
Dort am Felsenufer drüben
Steht Ihr Haus, dort muß ich hin,
Angezogen von der Lieben,
Ob ich gleich verstoßen bin.