Das Lebewohl

V. Tomášek

Auf dem Feldplan dort

Wallt das Ährenmeer,

Und milde Lüfte

Wehn es hin und her;

Lebe wohl, mein Lieb,

Denke fern auch mein!

Des Lebens werd ich

So nimmer mich freun.

Mir wird Lust zur Qual,

Bist du von mir fern,

Wenn mir nicht hold lacht

Deines Auges Stern.

Ach, mein Glück ist fort,

Fort aus diesen Aun;

Ihr Lockengold,

Soll ich nimmer schaun.

Ach, das goldne Haar

Decket voll und lang

Den Schwanenhals ihr

Wie Silber so blank.

Des Lebens werd ich

So nimmer mich freun,

Leb, ach lebe wohl,

Denk auch ferne mein.