O schöne Hand, Kelch, dessen Duft Musik

V. Ullmann

O schöne Hand, Kelch, dessen Duft Musik,

Wie Töne schweben geht der, den du führst,

Melodisch wird der Stein, den du berührst,

Wenn sie dich einhüllt, wird die Luft Musik.

Du tust dich auf, um Wohllaut zu verschwenden,

Der ordnet, was Gewalt und Wahn verwirrten,

Und Seelen, die auf Erden sich verirrten,

Hinüberlockt, wo Wunsch und Zweifel enden.

O Hand, Gebieterin der Töne, bleib

Auf diesem Herzen ruhen, das ruhlos schwingt,

So wandelst du in Frieden sein Verlangen.

Dämonische, berühre diesen Leib,

Er bebt wie Saiten, wird ein Meer und klingt

Und rauscht empor, die Sonne zu empfangen.