Bekränzt mit Veilchen und Rosen

W. Bruch

Bekränzt mit Veilchen und Rosen,

Gerüstet zum Hochzeitsfest,

Harrt unser zu minnigem Kosen

Im Fels ein behagliches Nest.

Da schimmern und spiegeln die Wände,

Vom Lichte der Ampel erhellt,

Da haben geschäftige Hände

Ein köstliches Mahl uns bestellt.

Nichts fehlt in dem gastlichen Horte,

Daß beide wir glücklich sind,

Vor seiner verschwiegenen Pforte

Singt leise nur leise der Wind.

Frischauf und tapfer gerungen!

Da drinnen ist's wohlig und warm,

Heisa! hinüber gesprungen!

Bald hältst Du das Liebchen im Arm!