An die Kunst

W. Hecklinger

Du hohe Kunst, der ich geglaubt

So manches lange herbe Jahr,

Leg' in den Schoß mein schweres Haupt

Und glätte mir das graue Haar.

Leg' ab die Maske, ich bin da,

Der Geiger, der dich lange kennt

Und alle Heimlichkeiten sah,

Und dennoch in die Flamme rennt.

Gib mir ein Lied so laut und wild,

So lachend, bitter und gemein

Wie mir's aus allen Träumen quillt,

So sollst du meine Liebste sein.