Beides gilt mir einerlei
W. Müller von Kulm
Alle meine Jugendzeit
Bin ich Lüsten nachgegangen,
Um danach voll Düsterkeit
Leid und Schmerzen nachzuhangen.
Schmerz und Lüste sind mir nun
Ganz verschwistert und durchdrungen;
Ob sie wohl, ob wehe tun,
Beides ist in eins verschlungen.
Ob mich Gott durch Höllenschrei,
Ob durch Sonnenhimmel führe,
Beides gilt mir einerlei,
Wenn ich seine Hand nur spüre.