Gestern war, und morgen ist nicht

Rihm, Wolfgang

Gestern war, und morgen ist nicht;

Ist denn wirklich heute?

Wird des Augenblickes Frist nicht

Eines nächsten Beute?

Laß des Zeitstroms Wogen rollen,

Die sich selbst verschlingen,

Was sie wollen, was sie sollen

Bringen, laß sie bringen.

Wie die Flut von Gottes Throne

Braust, die Welt zu tragen,

Laß dahin dich tragen, ohne

Klagen, ohne Zagen!