Lebewohl
W. Veit
Süßer Stern, du gehst hinunter,
wandelst bald so fern, so fern,
und ich werde einsam bleiben;
lebe wohl, geliebter Stern!
Wie gefesselt werd' ich stehen
in der liebelosen Zeit,
aber du in deiner Freude
wandelst fort so weit, so weit!
Nimmer kehrt auf meinen Scheitel
mir der holde Strahl zurück;
and're, and're wird er segnen
mit der Himmel reinem Glück.
Lebe wohl! Ich bin nicht neidisch,
süßer Stern, mein Glück und Leid.
Wandle fröhlich hin durch deine
selige Unendlichkeit!