Haben Sie denn keine Gnade mehr zu geben?

W. Zwaag

Haben Sie denn keine Gnade mehr zu geben?

Stürmisch eilt mein Leben hin

Und vergeht wie Sand im Wind:

Verirrt, verwirrt, verlassen und verschüttet

Und findet keine Ruhe mehr zu gehen.

Da die Ruh' im Innern lebt und verschlossen wartet,

Sollte ich durch ruhiges Geh'n

Und ohne Rast und voll Vertrauen

Die Schlüssel selbst sich finden lassen

Zu entschliessen meine Ruh' und Friedensglaube.

Bin ich jetzt befreit von aller Qual und Kummer?

Ist der Tag schon da, die Nacht,

Das Licht, das Dunkel, Leben, Tod...

Einen Ander'n frag ich mal; Die Antwort

Lässt sich raten, eben, sollt' ich selbst die Antwort geben.