Mein Weg geht jetzt vorüber

A. Webern

Ich hab' mich Gott ergeben

Dem liebsten Vater mein:

Hier ist kein Immer-Leben:

Es muß geschieden sein.

Der Todt kann mir nicht schaden!

Er ist nur mein Gewinn.

In Gottes Fried' und Gnaden

Fahr' ich mit Freud' dahin.

Mein Weg geht jetzt fürüber:

O Welt, was acht' ich dein?

Der Himmel ist mir lieber,

Da muß ich trachten ein:

Mich nicht zu sehr beladen

Weil ich wegfertig bin.

In Gottes Fried' und Gnaden

Fahr' ich mit Freud' dahin.

Ach selig Freud' und Wonne

Hat mir der Herr bereit't

Da Christus ist die Sonne

Leben und Seligkeit.

Was kann mir doch nun schaden

Weil ich bey Christo bin?

In Gottes Fried' und Gnaden

Fahr' ich mit Freud' dahin.

Gesegn' euch Gott, ihr Meinen,

Ihr Liebsten allzumal,

Umb mich sollt ihr nicht weinen:

Ich weiss' von keiner Qual.

Den rechten Port noch heute

Nehmt jo fleissig in Acht!

In Gottes Fried' und Freude

Fahrt mir bald all hernach.