Mir war's im Traume

A. Bungert

Mir war's im Traume, du sei'st mir nah';

ich lag im Sterben, doch du warst da!

Du gabst mir Leben mit deinem Hauch,

und Glück und Ruhe, und Frieden auch.

Und deine Stimme, die weckte mich!

Das war kein Träumen, ich hörte dich!

Mein Schloss ist öde, der Wald ein Grab!

Was fiel ich tot nicht vom Fels herab!

Die Leute sagen, ich sei verrückt,

seit ich dein Goldhaar am Fels gepflückt.

Sie schau'n verwundert und scheu mich an;

ich bin ein and'rer, ein fremder Mann!