Bei dir muss ich mich aller Kunst
A. Ritter
Bei Dir muß ich mich aller Kunst und des Verdienst's entschlagen,
Vom Himmel frei fällt deine Gunst wie Tau an Maientagen:
Dem Feind, dem sag' ich: "scheue mich, ich führe scharfes Eisen,"
Dem Freund, dem sag' ich: "ehre mich, ich will mich würdig weisen."
Dem König sag' ich: "gieb mir Gold, ich weiß, ich kann's verdienen,"
Meiner Mutter sag' ich: "sei mir hold, ich hab Dein Blut und Mienen:" --
Doch deine Huld, -- wie Sonnenschein, -- die kann ich nicht verlangen: --
Da muß man fein bescheiden sein und sie geschenkt empfangen.