Das Heimweh
A. Spaeth
Wie gerne möcht' ich weilen
in dir, mein Heimatland,
hin zu den Hütten eilen,
die mir so nah verwandt!
O Sonne, deine Strahlen
sind mild und segensreich;
so wandle auch die Qualen
in mir zum Himmelreich!
Wer führt mich zu den Matten?
Der Mutter müd' Gebein
ruht dort im kühlen Schatten,
und Freundschaft harret mein.
O wonnevolles Sehnen,
besänft'ge meinen Schmerz,
ergießt euch, heiße Tränen,
zu heilen mir das Herz!
Das Leben wird mir Armen
von Todeshauch verzehrt,
und kann nur dort erwarmen,
am mütterlichen Herd,
Mein ganzes Tun und Denken
ist stets mein Heimatland;
man wird ins Grab mich senken,
wo meine Wiege stand.