Maria, die Gnadenmutter
Anonymous
Wunderschön prächtige,
Hohe und mächtige
Liebreich holdselige, himmlische Frau,
Der ich mich ewiglich
Weihe herzinniglich,
Leib dir und Seele zu eigen vertrau'.
Gut, Blut und Leben
Will ich dir geben;
Alles, was immer ich hab', was ich bin,
Geb' ich mit Freuden, Maria dir hin.
Schuldlos Geborene,
Einzigerkorene,
Du Gottes Tochter und Mutter und Braut,
Die aus der reinen Schaar
Reinste wie keine war,
Selber der Herr sich zum Tempel gebaut.
Du makellose,
Lilienrose,
Krone der Erde, der Himmlischen Zier,
Himmel und Erde, sie huldigen dir!
Du Treubewährete
Und Hochverklärete,
Bist auf dem Meer uns ein leitender Stern;
Du Hocherhobene,
Strahlenumwobene,
Du bist die Nächste am Throne des Herrn.
Dich schuf die Milde
Zum Gnadenbilde;
Drum auch was Himmel und Erde umschließt,
Mutter der Gnaden, Maria, dich grüßt.
Gottesgebärerin,
Heilandernährerin,
Mutter an Freuden und Schmerzen so reich;
Welche der Schuldigen
Wär' dir geduldigen
Mutter an Reinheit und Tugend wohl gleich?
Du Gottgeweihte,
Hochbenedeite
Mutter und Jungfrau, du schuldlos allein,
Woll' eine Mutter uns Sündern auch sein.
Allzeit Sanftmüthige,
Milde, grundgütige,
Mutter des Heilands, voll Gnade und Huld,
Bitt' für uns sündige
Menschen, verkündige
Du uns vom Sohne Verzeihung der Schuld!
Steh', wenn wir scheiden,
Du uns zur Seiten,
Sühne den furchtbaren Richter uns du,
Führe dem göttlichen Sohne uns zu.